Naja, letztlich ist das Urteil eh noch nicht definitiv. Das Gericht hat ja nur Frau Kauts Eilantrag wegen des Wettbewerbs abgelehnt. Das Gericht sehe nicht, dass ein Malwettbewerb - selbst dann wenn dessen Veranstalter eine inszenierte Hochzeit veranstalten - in den eigentlichen literarischen Verlauf der Pumuckl-Geschichten eingreift, oder diese gar weiterführt. "Die Aussage, dem Pumuckl eine Freundin zu gönnen, stehe im Rahmen der Meinungsfreiheit." hiess es da. Frau Kaut sieht das natürlich allerdings etwas anders, und daher wird im Laufe des Jahres der Hauptprozess stattfinden.
Im Übrigen finde ich, dass sich da zwei alte Schachteln drum streiten wer den Ruhm kassiert. So empört Frau kaut über das Verhalten von Frau Johnson sein mag.. diese Aussage <<"Es bleibt mein Pumuckl.“ Von Johnson sei nur eine Zeichnerin, die offenbar nichts verstanden habe. Und noch einen Satz schiebt sie nach, der einen Einblick in das Verhältnis der beiden Frauen gibt: „Ich war ihr Mäzen.“>> sagt doch echt schon alles.
Klar, Ellis Kaut ist und bleibt die Erfinderin des Pumuckl. Was ich mich nur frage ist, wäre Pumuckl so erfolgreich geworden, hätte es nicht eine Frau Johnson gegeben, die der Figur ein Gesicht hab? Hat Frau Johnson in dem Fall nicht vielleicht auch ein wenig Recht an der Sache? Höchst kompliziert, finde ich.