Zumal die Romane wild getauscht wurden. Das Fest auf dem Teufelshügel z. B. wäre schon eine Folge früher drangekommen. Ein Schelm der denkt, das es keine Änderungen geben wird. Was das Thema "freie Interpretation" angeht, halte ich nicht viel davon. Sicherlich darf Herr Göllner seine Freiheiten haben, aber einen kompletten Zyklus wild durchmischen und ändern geht m. E. nicht. Ebensowenig wie halt den kompletten Inhalt von Folge 14 über Bord zu werfen und etwas ganz anderes daraus zu machen. Wenn das dann noch schlecht recherchiert ist (ich spiele da erneut auf den Eurostar an), geht der Schuss erst recht nach hinten los. Diese Entwicklung habe ich in den letzten Folgen verstärkt bemerkt. Da ist ein Melville auf einmal eine der Hauptcharaktere, obwohl er in einem Heft eine kleine Nebenrolle hatte. Ich vermute mal, die Rolle wurde wegen Kalkofe ausgebaut. Dann waren die letzten Hefte des letzten Zyklus zwar zusammenhängend, jedoch trotzdem in sich abgeschlossen. Die Hörspiele entsprechend gar nicht. Da wurden Handlungsstränge komplett Folgenüberschneidend gebracht, was bei dem Erscheinungsrythmus keinen Sinn macht. Genau das war aber die Stärke der Hefte: einen roten Faden und trotzdem abgeschlossene Episoden. Bei den Hörspielen wartet man am besten erstmal ab, bis man 3 - 4 Folgen am Stück hören kann, denn ansonsten blickt man nicht mehr durch. Aus dem Grund weigert sich meine Freundin mittlerweile auch, die Serie weiterzuhören. Die Abstände zwischen den Folgen sind ihr zu groß.
Wie ich schon sagte: Hunter ist derzeit die beste Horrorserie auf dem Markt. Sie droht in meinen Augen aber abzukippen. Allerdings dürften die Kritikpunkte keinem auffallen, der die Vorlagen nicht kennt.