Bermuda 1963
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Luke Danes
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Bermuda 1963 – 1: Der Ruf des Wächters
Im Dezember des Jahres 1963 wird der draufgängerische Abenteurer und Archäologe Lambert Carlton in die luxoriöse Villa des unheilbar kranken Milliardärs Prof. Edwyn Sawyer gebeten. Hier trifft er ebenfalls auf die Wissenschaftlerin Eileen Rose und den mysteriösen Kraftprotz Quintin. Sawyer will das Geheimnis des Bermuda-Dreiecks lüften, in dem in diesen Jahr das Tankschiff "Marine Sulphur Queen" mit 39 Mann Besatzung verschwand.
Der Professor ist überzeugt davon, das sich an diesem Ort ein Übergang oder ein Dimensionstor befinden muß, welches eine ständige Verbindung zu einer anderen Welt bedeutet. Doch Sawyer weiß noch viel mehr, denn er hat einen unglaublichen Fund gemacht: nördlich der Karibik, nahe der Insel Puerto Rico, fanden seine Leute bei einer Unterwasser-Expedition ein uraltes Raumschiff, welches er in den darauf folgenden Jahren unter strengster Geheimhaltung untersuchen ließ.
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Ohne viel Vorgeplänkel wird der Zuhörer sofort mitten in die Story hinein geworfen. Keine langen und zu ausufernden Vorstellungen der einzelnen Charaktere verlangsamen die Geschwindigkeit des Hörspiels und die Schlagzahl der Ereignisse ist schon von der ersten Sekunde an sehr hoch. Die wirklich wichtigen Dinge bekommt man in kurzen Zusammenfassungen vom Erzähler erklärt – und eigentlich braucht es auch nicht mehr.
Die meisten der agierenden Charaktere sind irgendwie bekannt. Wer sich mit einschlägigen Filmen oder Büchern beschäftigt hat, welche das Thema Bermuda-Dreieck beinhalten, wird sicher die üblichen Verdächtigen wieder erkennen. Doch versteht Sven Matthias dem Vertrauten einen Twist zu geben der zwar zwischendurch recht comicartig anmutet, im Superherocomicsinn, doch nicht zu übertrieben wirkt. Assoziationen mit Professor Charles Xavier kamen mir bei einer Figur recht schnell in den Sinn, werden aber sicher dem nicht comicerprobtem Ohr eher weniger auffallen.
So bekommt man hier eine Menge Sense Of Wonder geboten, welcher mit einer großen Portion Indiana Jones gewürzt worden ist. Diese Gratwanderung war sicher nicht einfach, dennoch ist sie gelungen. Es bedarf nur wenig um bei solch einer Mischung ins parodistische zu verfallen oder sich zu stark an Elementen zu bedienen die schon vorher ausgelatscht wurden. Doch Sven Matthias hat den Mixer recht gut im Griff und das fertige Ergebnis sucht so seines gleichen in der Hörspielwelt.
An Sprechern hat Sven „Rick Future“ Matthias eine Menge an guten Stimmen zusammen getrommelt, welche man schon etwas öfter in den Produktionen des Hörspielprojekts hat hören können.
Die sonore Stimme des Erzählers NordNordWest begleitet den Zuhörer gekonnt durch die diversen Szenerien. Wobei ich mich frage warum der Mann sich nicht traut seinen richtigen Namen anzugeben, denn als Sprecher/Erzähler ist er doch wirklich nicht in der unteren Riege anzusiedeln.
Sven Matthias kann als wagemutiger Abenteuer „Lambert Carlton“ überzeugen. Er ist hier ganz in seinem Element und zeigt das er seine Stimme genug zu variieren versteht das man nicht den Bruder von Rick Future zu hören bekommt, sondern einen eigenständigen Charakter. Tabitha Hammer, als „Eileen Rose“, gibt der ganzen Produktion die notwendige Note Sexappeal. Auch wenn die Beschreibung des Charakters eher an ein Mauerblümchen erinnert, so kann man ihrem Timbre doch nicht die notwendigen Reize absprechen und unterschwellig kommen sie in jedem Satz zum tragen.
Ralf "Searge" Pappers, dessen Stimme und Leistung mir eigentlich fast nie wirklich liegt, konnte mich diesmal sehr überraschen. Als „Prof. Edwyn Sawyer“ zeigt er das er in Punkto Stimmvariation doch etwas mehr zu bieten hat, als ich ihm wirklich zugetraut hätte. Roman Ewert, Markus Raab, Detlef Tams, Dirk Hardegen und Achim Zien runden das Bild mit guten Leistungen ihrerseits ab.
Einen negativen Ausreißer gibt es dennoch: Jochen Hintringer, welcher durch seinen österreichischen Akzent sehr heraus fällt. Doch versteht Matthias auch gewöhnungsbedürftige Sprecher wie Hintringer so zu platzieren das sie nicht störend wirken, oder die Produktion beeinträchtigen.
Sven Matthias beweist hier wieder einmal umso mehr das gutes nicht teuer sein muss und sogar kostenlos zu bekommen ist. So sind auch Musik und Geräusche ebenso routiniert eingebracht, wie man sie aus der Schwesterserie Rick Future gewohnt ist.
Eigentlich alles kann sich hier mit vielen Profiproduktionen messen und der Standard, welchen Matthias mit Rick Future eh sehr hoch gelegt hat, wird hier spielend gehalten. Eine neue und frische Idee, zumindest was den Hörspielsektor angeht, gemixt mit vielen sehr guten Semiprofisprechern und einem Obermacher der mit Liebe zum Detail ans Werk geht – das ist die erste Folge von „Bermuda 1963“.
Schwer hier nicht ins schwärmen zu geraten...
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08.08.2009 18:27 |
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Der Betreiber und die Moderatoren der Hörspiellobby distanzieren sich ausdrücklich durch den von Luke Danes am 08.08.2009 um 18:27 verfassten Beitrag. Bei Verletzung Ihrer Rechte bitten wir um Benachrichtigung. |
Luke Danes
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| Bermuda 1963 – 2: Die Quelle der Macht |
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Bermuda 1963 – 2: Die Quelle der Macht
Lambert, Eileen und Quintin erreichen den alten Tempel in der Nähe Yucatans. Zu ihnen stößt ein alter Bekannter Lamberts: Luke Atkins. Doch der Weg zum geheimnisvollen Wächter der Plysathiolquelle ist sehr gefährlich, denn etwas Uraltes bewacht diesen Ort schon seit tausenden von Jahren. Indessen sieht sich Prof. Sawyer mit dem mysteriösen Hawk und seinen beiden Handlangern Steve und Cole konfrontiert. Es kommt zu einer dramatischen Konfrontation im Haus des Professors.
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Alleine der Hörspielprojekt-Jingle zeigt: Hier geht es zwar zu wie 1963, aber in der Qualität von 2009. Von Mono nach Strereo und dann noch ein bisschen Splatter...
Wie auch der erste Teil, so beginnt das Hörspiel mit einer Ausgrabungsstätte und den Ereignissen in ihr. Wieder werden Leute in Gefahr gebracht und wieder wird mit Action nicht gespart. Doch bis das es wirklich soweit ist, das man von schneller Unterhaltung reden kann, vergeht eine Menge Zeit. Zwar geht man ans Werk die Story ein gutes Stück voran zu treiben, doch hatte ich mir wesentlich mehr Tempo erhofft als nun geboten wurde. Die „Quelle der Macht“ tuckert wie ein langsamer Kahn hinter der schnelleren ersten Folge hinterher und hätte etwas mehr Sense Of Wonder gebrauchen können, denn dieser war in der ersten Folge mehr als genug vorhanden.
Karsten Sommer und Tobias Lehmann, alias „Jeremy“ und „George“, beginnen das Hörspiel mit hölzerner Ableserei. Ein wirklich guter Beginn ist das nicht und selbst der kurz darauf einsetzende Nord Nord West (gibt dich doch mal zu erkennen) als Erzähler nimmt einem nicht wirklich die Furcht vor weiteren Ablesestrecken der beiden. Selbst körperliche Anstrengung und das bewegen eines Steines klingt bei den beiden wie vom Blatt abgelesen – schade – und sterben können sie auch nicht wirklich eindrucksvoll.
Auch der fast der ganze Rest der Sprecherriege kann das gewohnt hohe Niveau einer Sven Matthias-Produktion nicht halten. Einige wirken unmotiviert, andere lesen mehr ab als man es von ihnen gewohnt ist – hier besonders Tabitha Hammer – und all das schafft nicht die Atmosphäre, welche man sonst gewohnt ist. Einzig Nord Nord West, Sven Matthias und Dirk Hardegen stechen aus der Menge heraus und liefern sehr hohe Spielqualität ab. Nach der „Windsängerin war meine Erwartungshaltung wohl ein wenig zu hoch geschraubt.
Leider nicht so gut wie der erste Teil, was an Geschichte und Sprecherauswahl gleichermaßen liegt...
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16.08.2009 12:40 |
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