Mark Brandis [05 - 10]
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Luke Danes
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Steckbrief
 des Monats Juni
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Der Wechsel von Steinbach zu Folgenreich (Universal) macht sich in der Serie positiv bemerkbar. Damit ist nicht die Inszenierung an sich gemeint, sondern der Rest darum herum. Wer die Bücher der Serie kennt, der weiß das sich die Autoren der Hörspiele damit wohl abfinden mussten viele Dinge der bisherigen Geschichte zu kürzen. Hier wird zum ersten Mal eine längere Spielzeit geboten, was der Geschichte sehr gut tut. Warum man die beiden CD jedoch nicht als Doppel-CD hat auf den Markt werfen können erschließt sich mir nicht wirklich – aber besser so als wieder viel zu „kurz“.
Drei Jahre ist es nun her das die „reinigende Flamme“ ausgeblasen wurde, doch ihre Nachwirkungen sind noch überall zu spüren. Das Schreckensregime unter General Smith hat zu sehr unter den Menschen gewütet und viele der Überlebenden für immer mit seelischen Verkrüppelungen gezeichnet. So leiden auch einige der Testpiloten des Projekt „Kolibri“ unter den Hinterlassenschaften von Einzelhaft und Folter, was Mark Brandis in die Situation bringt sich nicht auf jeden zu 100% verlassen zu können.
Zwar ist es etwas gewöhnungsbedürftig den Helden der Revolution wieder in seinem normalen Tagesgeschäft als Testpilot zu erleben, doch ist nichts mit dem Brandis in Berührung kommt „normal“. Auch wenn die Geschichte sich viel Zeit mit der Entwicklung der Schauplätze und neuen Charaktere nimmt, so bekommt sie im zweiten Teil die nötige Fahrt um auf normales Brandis-Tempo zu beschleunigen. Da sich innerhalb der neuen Charaktere Freundschaften ausbilden ist die genaue Vorstellung eines Charakters wie „Grischa“ notwendig um einen Bezug zu ihm aufzubauen, da nur noch Brandis von der alten Crew der ersten vier Teile als Hauptfigur - Ruth O´Hara und John Harris einmal ausgenommen – geblieben ist.
Das Ende der Geschichte ist sicher ein wenig unspektakulärer als gedacht, doch sollte man nicht vergessen das man es hier mit einer eher möglichen Zukunftsvision zu tun hat – ohne außerirdische Zivilisationen oder Raumschiffen in Planetengröße. Doch bis dahin wird alles geboten was das SF-Herz begehrt. Nachvollziehbaren Techno-Babble, Fliegerpathos, Verschwörungstheorien und ab weniger als der Hälfte der Spielzeit jede Menge Action. Die Unterwasserszenen haben es in sich und verströmen die Beklemmung und Ausweglosigkeit in fast greifbarer Form.
Wie gewohnt schafft Michael Lott problemlos den Spagat zwischen dem unbeteiligt-ruhigen Erzähler „Brandis“ und dem begeisterten und kämpferischen Piloten in Aktion. Neben ihm können alte Hörspielhasen wie David Nathan, Detlef Bierstedt, Gerhard Hinze und Marion von Stengel in ihren Rollen überzeugen, wie nicht anders erwartet. Unter den (für mich) unbekannteren Stimmen tummeln sich gute Sprecher wie Ozan Ünal und Frank Tormé, aber leider auch ein paar Ausfälle wie Christian Lesniak, welcher mir zu gepresst und viel zu cool in der Rolle des Technikers „Osberg“ daher kam. Doch sind diese Ausfälle nicht wirklich als störend anzuhören, denn dafür sind ihre Rollen zu klein.
Der Klangteppich der Inszenierung ist wie gewohnt mehr als üppig ausgefallen. Die Interplanarer schaffen es erneut eine dröhnende Geräuschkulisse mit bombastischer Musik und den Sprechern dazu so gekonnt abzumischen das sich nichts der Elemente nach vorne drängt und jedes noch so kleine Detail vollkommen klar getrennt von den anderen zu verstehen ist.
Die Verlängerung der Spielzeit auf fast das doppelte des bisher gewohnten Niveaus erweist sich als Segen für die Serien, denn sonst ist alles bei der gewohnt hohen Qualität geblieben. Kürzere VÖ-Pausen würden das Bild noch runder machen, doch darauf könnte man beim neuen Verlag sicher auch noch hoffen. Nach wie vor mit das Beste auf dem SF-Hörmarkt...
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09.10.2009 06:53 |
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Der Betreiber und die Moderatoren der Hörspiellobby distanzieren sich ausdrücklich durch den von Luke Danes am 09.10.2009 um 06:53 verfassten Beitrag. Bei Verletzung Ihrer Rechte bitten wir um Benachrichtigung. |
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 des Monats Juni
Themenstarter
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| Mark Brandis 7 & 8 – Vorstoss zum Uranus 1 & 2 |
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Auch das sechste Abenteuer des Commanders wird wieder als 2 Single-CD-Version präsentiert. Wer sich beide CD gleichzeitig kauft, dem sei geraten vor dem hören der ersten CD keinen Blick in die Sprecherliste des zweiten Teils zu werfen, um unschöne Vorausschauen zu vermeiden.
Bis das Mark Brandis auftaucht vergeht geraume Zeit und ich war überrascht wie viel Vorgeschichte hier präsentiert und aufgefahren wird um Brandis in Aktion zu versetzen. Doch wäre Brandis nicht Brandis – also die Serie an sich – wenn man nicht auch ohne den Commander die Atmosphäre der Zukunftsvision in vollem Umfang umzusetzen wüsste.
Mit Stimmen die ihr Handwerk verstehen hat man bisher bei „Mark Brandis“ nicht gegeizt und so kommen auch hier bekannte Sprecher zu Gehör, welche alleine schon durch ihre „Anwesenheit“ Qualität garantieren. Frank Glaubrecht, als ehrgeiziger Commander der ersten Uranus-Mission, und Sven Hasper, Tobias Kluckert, Simon Jäger und Mark Bremer als seine Crew, verstehen ihr Handwerk und somit auch die Charaktere, welche man ihnen förmlich auf den Stimmkörper geschrieben zu haben scheint.
Doch den intensivsten Auftritt hat Michael Lott. In dem Moment als „Mark Brandis“ akustisch das Spielfeld der Geschehnisse betritt stellte sich bei mir wieder das Gefühl ein, welches Balthasar von Weymarn und Jochim-C. Redeker so perfekt beherrschen und bis zu Neige ausspielen können: Gänsehaut. Der stetige Anstieg des Spannungsbogens wird bis zum bersten ausgereizt und erst gelöst wenn der Zuhörer „bereit“ für diese Art von Moment ist. Musik wie Dramaturgie arbeiten hier wie ein gut geöltes Räderwerk miteinander und erschaffen einen „Heldenmoment“, der in keiner Weise auch nur im entferntesten kitschig oder überzogen wirkt. An diesem Punkt ist man zumeist so in der Szenerie gefangen, zumindest ergeht es mir immer so, das man sein eigenes Kopfkino schon längst auf 3D und Surround geschaltet hat.
Auch Sprecher wie Anke Reitzenstein – unterkühlt als Stimme des Bordsystems der DELTA IX und diverser anderer KI, Martin Wehrmann – als Stroganov, Udo Schenk, Erich Räuker, Michael Pan und viele Andere wissen zu überzeugen. Einzig bei Stefan Gosseler, in der Rolle des „Oberst Lau Wu“, hatte ich ständig Jackie Chan vor Augen, da dieser in seinen neueren Filmen von Gosseler synchronisiert wird. Einzig Tomasina Ulbricht wollte nicht so recht in das Bild passen. Akustisch zu jung für die Rolle der Wissenschaftlerin und zu abgelesen, hing sie streckenweise gegen ihre Kollegen ein wenig in der Luft.
Die sphärischen Klänge, bis hin zum orchestralen Dramatiksound, mischen sich mit den wieder perfekt ausgeklügelten Geräuschen zu einem Klangteppich, welcher alle Szenen unterstützend begleitet und vom Vogelgezwitscher bis hin zum bröckelnden Mondgestein alles zu bieten hat.
Auch wenn die Geschichte lange Anlaufzeit benötigt und sich die Spannung zuerst „nur“ auf die klaustrophobischen Zustände der DELTA IX-Besatzung und deren Ängste beschränkt, so entwickelt sich das Flair der Serie jedoch bereits nach den ersten Minuten vollständig. Man hat sich schnell an den Umstand gewöhnt hier erstmal nur das Barandisversum präsentiert zu bekommen und freundet sich mit den Figuren schnell an. Politik und Machtbesessenheit sind auch hier wieder vorhanden, denn der Mensch wird sich nicht zum startrekschen Edelwesen entwickeln, sondern eher in den Bahnen dieser immer wieder faszinierenden Utopie des Nikolai von Michalewsky.
Lange Rede(ker), kurzer Sinn: Mark Brandis ist und bleibt für mich die Referenz in der SF-Hörspiel-Ecke. Vorstellbar realistisch in der Geschichte, perfekt in der Inszenierung und emotional bis zur letzten Sekunde...
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12.03.2010 09:08 |
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Der Betreiber und die Moderatoren der Hörspiellobby distanzieren sich ausdrücklich durch den von Luke Danes am 12.03.2010 um 09:08 verfassten Beitrag. Bei Verletzung Ihrer Rechte bitten wir um Benachrichtigung. |
Luke Danes
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 des Monats Juni
Themenstarter
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| Mark Brandis 9 & 10 – Raumsonde Epsilon 1 & 2 |
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Zu Beginn der Tipp sich nicht das Hörspiel an sich zu versauen indem man sich die Sprecherliste von Teil 2 durchliest bevor man Teil1 gehört hat!
Die nächste Doppelfolge aus dem folgenreichen Hörspielhaus schickt sich an am Thron ihrer Vorgänger zu kratzen. Denn auch wenn die Serie sich selbst bisher eine Referenz ausgestellt hat, durch extrem hohe Qualität in Geschichte und Inszenierung, so ist es doch immer wieder schwierig diesen Thron auch zu halten.
Bekam man in der Vorgängerfolge den guten Mark Brandis erst recht spät zu Ohren, so ist er hier von Anfang an präsent und man hat wieder sofort Teil an den Gedankengängen des Kommandanten der HERMES. Die Geschichte spielt dort weiter wo die letzte Folge geendet hat und nur ein wenig Flugzeit der Bergungsmission liegt zwischen den beiden CDs.
Zunächst erscheint alles wie eine Folge Star Trek in der die Besatzung irgendein Gesellschaftsspiel benutzt um die zwischenmenschichen Kontakte zu pflegen, doch nach kurzer Zeit wird zum gewohnt hohen Storystandart zurück gekehrt und man bekommt wieder die „Wahrscheinlichste“ aller Utopien aus dem deutschsprachigen SF-Sektor geboten.
Die neuste Mission verspricht erstmalig außerirdisches Leben im brandischen Sektor, doch will man der neuen Gegenkraft nicht so recht glauben das sie ein Bedrohung ist. Erneut wird hier die Raumstation ISIDOR besetzt und wieder wird eine neue Macht, recht rhodanlike „Die dritte Macht“ genannt, ins Rennen gegen die WEGA geschickt.Das wirkt ein wenig wie ein Aufguss des Generals, denn der alte Texaner hat ja nun sein letztes Yippieh geflötet und die reine Bedrohung durch die Republiken scheint da nicht genug zu sein. Doch ist diese Dublette nicht wirklich störend denn gewisse unerwartet Kniffe in der Geschichte wenden alles doch noch zum interessanten Guten.
Bei der Inszenierung ist wieder nichts zu finden das man auch nur im entferntesten als unpassend bezeichnen könnte. Jeder Sound sitzt genau auf dem Punkt und die Szenerien der Story werden jederzeit glaubhaft und nachvollziehbar umgesetzt. Brei den Sprecher gibt es ebenfalls nicht viel zu meckern. Michael Lott bekommt wieder den Spagat zwischen Gedankenwelt und realen Aktionen des Commanders gut geregelt. Besonders positiv fand ich die größere Rollenaktionen von Martin Wehrmann als „Stroganov“, welcher sich für mich immer mehr als zusätzlicher Sympathieträger heraus kristallisiert. Auch Michael Pan, Udo Schenk und Co. machen eine gute Akustikfigur. Einzig Tomasina Ulbricht wollte mir erneut nicht zusagen. Die von ihr gesprochene „Ludmilla Wolska“ ist immer noch zu steif und nicht wirklich lebendig geraten.
Auch die erste Null in der Nummerierung kann der Serie nichts anhaben. Es bleibt alles auf höchstem Niveau und ist nach wie vor ein Ohrenschmaus mit Prädikat „Besonders wertvoll“...
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20.07.2010 18:36 |
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